Während die einen mit den vielen Feiertagen eine herrlich entspannte Zeit genießen, dem Frühling frönen und sich an seinen länger werdenden Tagen, den warmen Sonnenstrahlen und den üppig sprießenden Pflanzen erfreuen, durchleben andere anstrengende und herausfordernde Lebensabschnitte. Sie sammeln ihre letzten Kräfte für die entscheidenden Wochen bis zum Schulabschluss, ächzen und krächzen, schälen und quälen sich aus schwierigen beruflichen oder privaten Situationen, trauern um schwere Verluste oder kämpfen um ihre Gesundheit und ihr Leben.

Wie kannst du ihn diesen schweren Zeiten auf deine Bedürfnisse achten?

Solche Wegstrecken sind eine sehr gute Gelegenheit, genau das zu lernen! Besonders wenn dein emotionaler Boden sehr belastet ist, macht es einen großen Unterschied, ob du auf deine wirklichen Bedürfnisse und auf dich selbst achtest oder nicht. Das spürst du sofort! Diese Erfahrung hilft dir, immer bedürfnisorientierter zu entscheiden und zu handeln. Denn du spürst den positiven Effekt sofort!

Merken ist das Stichwort! Denn was du in diesen schwierigen Zeiten gelernt hast, kannst du in deine positive Zukunft mitnehmen!

Hier eine Liste mit kleinen, machbaren Schritten, um möglichst gut durch die strapaziöse Zeit zu kommen und auch danach gut für dich und dein Wohlbefinden zu sorgen. Für mehr Stabilität und noch mehr Lebensfreude!

Praktische Schritte für mehr Stabilität und Lebensfreude

1🌞 Bestimme die 1 – 2 wichtigsten Bedürfnisse für dich in dieser Zeit. Was ist für dein Ziel am Allerwichtigsten? Für mich waren das Gesundheit und Freiheit, als ich mich durch die schweren Zeiten gekämpft habe. Ich wollte gesund sein und ich wollte frei sein. Das war mein Ziel. Da habe ich meine ganze Energie hineingesteckt. Was ist für dich das Wichtigste?

2🌞 Konzentriere dich nur darauf! Überlege dir, was du jeden Tag oder an bestimmten Tagen dafür tun kannst. Bei mir waren das zum Beispiel jeden Tag 3,3 km joggen mit der Musik von ZAZ im Ohr, 20 Minuten Yoga und zum Frühstück frisches Obst klein schneiden und mit Joghurt genießen. Das erinnerte mich an Urlaub. Und es war das Beste, was ich tun konnte, um mir morgens etwas Gutes zu tun und gestärkt in den Tag zu starten.

3🌞 Lass dich auf nichts ein, was dein Endziel gefährden könnte! Wenn etwas passiert oder du in eine Situation gerätst, die dein Endziel gefährden könnte, nimm einfach wahr, was passiert, und bleibe ruhig. Denke daran, dass alles einen Anfang und ein Ende hat. Erst danach und außerhalb der Situation überlege dir, wie du damit umgehen willst, wie du handeln willst. Wenn es überhaupt nötig ist. Wenn nicht, lass es! Alles hat einen Anfang. Alles hat ein Ende.

4🌞 Investiere keine Energie in Dinge (beruflich oder privat), die jetzt nicht Priorität 1 haben. Alles kann warten oder sich mit der Zeit sogar in Luft auflösen. Lass dich überraschen! Eröffne keine Nebenschauplätze wie Diskussionen in der Familie, Nachbarschaft oder am Arbeitsplatz und lass dich nicht auf Nebenschauplätze ziehen. Alles, was dich nervt und dir nicht weiterhilft, Beziehungsthemen, die jetzt nicht an der Reihe sind, lässt du ruhen!

5🌞 Grenze dich ab und grenze sehr genau ab: Was sind Themen, die außerhalb deiner Kontrolle liegen und an denen du (jetzt oder nie) etwas ändern kannst? Beschäftige dich nicht damit. Das raubt dir nur Energie. Lass los!

6🌞 Weniger ist mehr! Auch wenn die sommergrünen Blätter eines Baumes noch so schön aussehen! Würde er weiterhin Wasser über die Blätter verdunsten und im Winter kein Wasser über den gefrorenen Boden bekommen, würde er elendig verdursten, vertrocknen und absterben. Also zieht er im Herbst so viele Nährstoffe wie möglich aus den Blättern und lagert sie in Stamm und Wurzeln ein. Deshalb ist diese Frage auch für dich wichtig: Was kannst du alles weglassen, was in sonnigen Zeiten schön und lustig ist (wie die Blätter des Baumes), aber jetzt nur mehr Energie kostet, als es dir gibt. Streiche alles, was nicht deinen allerwichtigsten Bedürfnissen dient. Du wirst merken, wie wenig du wirklich brauchst, damit es dir gut geht! Was willst du streichen? Nicht tun? Nicht teilnehmen? Wo verzichtest du?

7🌞 Bestimme, wann und wie du dich ernsthaft und konkret mit den Themen beschäftigst, die dich belasten, um jeweils weitere notwendige Entscheidungen zu treffen. Gehe strukturiert vor.

8🌞 Bestimme belastungsfreie Zeiten! Das Grübeln über quälende Situationen, von denen du dich trennen möchtest, die Suche nach Schuldigen, das Ausmalen von Horrorszenarien, das sich im Kreis drehen, sich Sorgen machen, sich stressen, kostet Energie, die du dir selbst entziehst! Das hat keinen Nutzen und keinen Mehrwert für dich! Also lege ganz klar fest, wann du nicht darüber nachdenkst! Erkenne die Momente, die dich automatisch zum Grübeln verleiten und entscheide, was du stattdessen denken willst!

9🌞 Suche dir einen Ort aus, den du kennst oder von dem du träumst. Einen Ort des Friedens. Male ihn dir aus. Zum Beispiel diesen Ort auf dem Beitragsbild. Statt dich über Dinge zu ärgern, die du (im Moment oder generell) nicht ändern kannst, stell dir diesen Ort vor. Beame dich mit deiner Fantasie dorthin und genieße ein paar Minuten. Stell dir vor, wie es dort riecht, welche Geräusche du hörst: das Zirpen der Grillen, das Zwitschern, Trillern und Pfeifen der Vögel, das Summen der Bienen und Insekten vielleicht. Das Rauschen des Meeres? Das leise Plätschern einer Quelle? Was kannst du sehen? Was kannst du an diesem Ort noch entdecken? Wie fühlt es sich an?

10🌞 Dann stell dir vor, wie es sich für dich anfühlt, wenn diese anstrengende Zeit vorbei und geschafft ist, wenn du dein Ziel erreicht hast, wenn die Bedürfnisse, die dir im Moment am wichtigsten sind, vollständig erfüllt sind. Wie fühlt sich das an? Benenne und beschreibe deine körperlichen Empfindungen. Bade in diesen Gefühlen!

11🌞 Wache jeden Tag bewusst auf, spüre dich! Sei dankbar! Heute ist ein neuer Tag. Heute bist du einen Tag weiter auf deinem beschwerlichen Weg. Heute hast du wieder die Chance, das Beste für dich und deinen Weg zu tun. Wie fühlst du dich jetzt? Wie geht es dir jetzt, so im Bett? Wo du deinen Körper und dich selbst auf der Matratze liegen spürst? Gehalten, getragen bist. Scheint die Sonne ins Zimmer, bedecken Wolken den Himmel? Diesen Tag erlebst du (nur) einmal! Heute! Wie ist dieser Tag? Was ist heute das Wichtigste? Was ist das Beste, was du heute für dich tun kannst?

12🌞Dein Tagesbeginn: Wie kannst du ihn so angenehm wie möglich gestalten, auch wenn es Themen gibt, die noch nicht gelöst sind?

13🌞 Wenn du es am Abend nicht getan hast, dann feiere am Morgen! Schreibe alles auf, was du von gestern auf heute in der Früh zu feiern hast: Was hast du dir selbst Gutes getan? Was hast du Gutes vollbracht? Was ist dir gelungen? Wie hast du gut für dich gesorgt? Bist du zu einer Zeit ins Bett gegangen, die dir gut getan hat? Wie hast du geschlafen? Wie bist du aufgewacht? Feiere jede Kleinigkeit, die dir, deinem Körper, deiner Seele, deinem Geist gut getan hat.

14🌞 Dein Weg zur Arbeit: Du bist nicht mehr zu Hause, du bist noch nicht bei der Arbeit. Wie sieht dein Weg zur Arbeit aus? Nimm ihn bewusst wahr! Mit allen Sinnen! Wie fühlst du dich auf deinem Weg? Wem begegnest du? Nichts anderes hat Platz in deinen Gedanken als das, was jetzt ist. Es gibt nichts anderes zu tun, als diesen Weg und dich selbst bewusst wahrzunehmen.

15🌞 Bei der Arbeit: Begegne den Menschen bewusst, grüße sie freundlich oder sogar herzlich, wenn es passt, komm in Kontakt, wechsle ein paar Worte. Jede Begegnung zählt, es gibt sie nur einmal. Konzentriere dich darauf!

16🌞 Deine Nahrung: Welche Speisen magst du? Welche Getränke tun dir gut? Welche Themen sind Balsam für deine Seele? Welche Menschen nähren dich? Lass nichts in dich hinein, was dir nicht gut tut!

17🌞 Deine 360° Gefühlsscan: Nimm immer wieder deine Gefühlskarten zur Hand und schau sie dir an: die sonnige Seite mit allen Gefühlen, die angenehm und wohltuend sind und die graue Seite mit allen Gefühlen, die dir zeigen, wo du stehst und was du noch oder mehr brauchst. Nimm alles wahr! Bring Ordnung in deine Gefühlswelt! Wie gut tut es, wenn du auch hier Klarheit hast!

18🌞Denke am Abend über den Tag nach. Zähle mindestens zehn Ereignisse oder Dinge auf, die dir gut getan haben. Was du genossen hast. Schwelge in Erinnerungen. Ja. Danke.

Es gibt so viele Dinge, die du für dich selbst tun kannst!

In schwierigen Zeiten ist es wichtig, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und sich bewusst um das eigene Wohlbefinden zu kümmern. Die vorgestellten Schritte zeigen konkrete Wege auf, wie du dich in herausfordernden Lebensphasen stärken kannst, um so kraftvoll wie möglich und fokussiert durch diese Zeiten zu gehen. Durch die Konzentration auf das Wesentliche und den achtsamen Umgang mit dir selbst legst du den Grundstein für mehr Stabilität und Lebensfreude, nicht nur in der Gegenwart, sondern auch für eine positive Zukunft.

Alles, was dir davon gut tut, kannst du auch für freudvolle Zeiten beibehalten!

💛 Wo stehst du gerade und was ist dein Ziel?

💛 Was sind deine wichtigsten Bedürfnisse für dein Ziel?

💛 Welche Punkte dieser Liste setzt du schon um?

💛 Welche möchtest du umsetzen?

Wenn du magst, kannst du mir schreiben! Ich freue mich darauf, von dir zu lesen!

Herzlichst, Irmgard

 

PS: Unser Buch „LebensWERT leben“ ist im Buchhandel erhältlich. 📚

Da findest du viele Anregungen, Tipps und Fragen für deine persönlichen Antworten. Für dein lebensWERTes Leben!