Wie ich mit meinen Jahresbedürfnissen große Entscheidungen treffe

Ein Jahr lang habe ich geschwiegen.

Nicht weil uns die Inhalte ausgegangen wären. Nicht weil wir nichts mehr zu sagen hatten. Sondern weil die Form, wie wir unsere Reflexionen, Texte und Ideen verbreitet haben, mir nicht mehr gepasst hat.

Also habe ich sie ruhen lassen. Habe es sein lassen. Habe mich sein lassen.

Wir haben uns mit vielen Ideen gespielt. Ich hab sie aufgenommen, betrachtet, manche abgelegt für später, andere wieder fallen gelassen.

Und dann kam uns plötzlich die Idee, welch neue Form für unsere Inhalte passen könnten: YouTube-Videos.


Die Frage, die ich mir gestellt habe

Die Idee hat mir gefallen. Sie hat mich gereizt. Aber ich kenne mich. Ich lasse mich nicht von jeder Idee mitreißen. Vor allem, wenn die Umsetzung Kontinuität braucht!

Also habe ich innegehalten und mich gefragt:

Will ich das wirklich? Wirklich, wirklich?
Passt das zu mir?
Erfüllt es mich?

Und dann habe ich etwas getan, das ich dir heute zeigen möchte: Ich habe die Idee unter dem Licht meiner Jahresbedürfnisse betrachtet.


Meine Methode: Ideen gegen Jahresbedürfnisse halten

Jedes Jahr wähle ich 5-7 Bedürfnisse, die für mich in diesem Jahr besonders wichtig sind. Meine Jahresbedürfnisse. Sie sind mein Kompass für große und kleine Entscheidungen.

Wenn eine Idee auftaucht, frage ich mich:

Wenn ich diese Idee umsetze:

  • Erfüllt sich eines oder mehrere meiner Jahresbedürfnisse?
  • Oder gibt es da keine Resonanz?
  • Oder würde diese Idee eines oder mehrere meiner Jahresbedürfnisse sogar leeren?

Keine Resonanz oder Leeren von Bedürfnissen = klares NEIN zu dieser Idee.
Resonanz und Erfüllung = ein JA wird möglich.

Also habe ich geschaut.


Meine Jahresbedürfnisse 2026 – und wie YouTube zu jedem einzelnen passt

Wertschätzung, Authentizität, Mut, Kreativität, Ordnung im Sinne von Klarheit und Struktur, Unterkunft – das sind meine Jahresbedürfnisse für 2026. Mit der Lupe schau ich nun auf jedes dieser Bedürfnisse.


WERTSCHÄTZUNG

Der Wert von allem, das ich bis jetzt erschaffen habe – an Texten, an Metaphern, an Übungen, an allem, was Menschen hilft, sich selbst und andere besser zu verstehen – den schätze ich sehr.

Wenn ich nichts damit mache, liegt alles brach.

Wenn ich nun eine Form finde, wie ich diesen Schatz teilen kann – mit Erklärungen, Inspirationen, Übungen, Reflexionen – dann ist das gelebte Wertschätzung. Und es kann anderen dienen.

Daher: Ein klares JA!


AUTHENTIZITÄT

Es entspricht mir und meinem Wesen, mich auf immer neue Arten auszudrücken. Ich liebe es, mich mit den Inhalten zu beschäftigen, zu ergründen bis in die Tiefe und dann zu zeigen, was ich aus den Tauchgängen mitgebracht habe.

Daher: Ja, das passt für mich. Ein klares JA!


MUT

Meinem (WERT-)Urteil trauen: Ja, es kostet Mut.

Sichtbar werden, sichtbar sein, braucht immer auch Mut. Ich traue meinem Urteil, dass diese Form von Gestalten Sinn macht und gut ist.

MUT bedeutet für mich auch: Mehr Unerwartetes Tun.

Und ja: Dass ich nun so eine Form gewählt habe, ist definitiv ungewohnt für alle, die mich kennen. 😉


KREATIVITÄT

Neues zu gestalten, aus mir heraus, passende Werkzeuge dafür zu finden und den Umgang mit ihnen zu lernen, das ist kreatives Spielen und Erschaffen. Und es macht Freude.

Daher: Absolut! Ein klares JA!


ORDNUNG (im Sinne von Klarheit und Struktur)

Ich habe erstmal alles, das ich bisher erarbeitet habe, an einen Platz zusammengetragen und strukturiert. Welch Menge! Eine Notwendigkeit, um Klarheit zu haben: Was erschaffe ich wann?

Denn alles auf einmal, auch wenn ich es am liebsten gehabt hätte, geht nun mal nicht.

Wo anfangen? Wie weitermachen? Was zuerst, was später?

Strukturiert alles in Form bringen und ordnungsgemäß 😉 ablegen (zum Wiederfinden) – ja, auch Ordnung erfüllt sich.

Daher auch hier: Ein klares JA!


UNTERKUNFT

Nun, dieses Bedürfnis hat nichts mit den Videos zu tun.

Aber alle anderen jubeln, juchzen, jubilieren! 🎉


Die Entscheidung

Und darum habe ich mich entschieden:

Nach und nach meine Schätze auf diese Art und Weise zu teilen.

Nicht weil es einfach ist. (Ist ja nicht mein Homeland.)
Nicht weil es trendy ist.
Nicht weil viele es machen.

Sondern weil ich mich damit kreativ spielen möchte.
Weil es meine Bedürfnisse erfüllt.
Weil es stimmig ist für mich.


Was das für dich bedeutet

Vielleicht fragst du dich jetzt:

„Schön und gut, Irmgard – aber was hat das mit mir zu tun?“

Eine ganze Menge, glaube ich.

Denn wenn du auch vor einer Entscheidung stehst, ob groß oder klein, dann kannst du dir die gleichen Fragen stellen:

📌 Erfüllt diese Idee eines oder mehrere meiner wichtigsten Bedürfnisse?
📌 Oder gibt es da keine Resonanz?
📌 Oder würde diese Idee eines oder mehrere meiner wichtigsten Bedürfnisse leeren?

Wenn keine Resonanz da ist oder es Bedürfnisse leeren würde: Lass es sein. Auch wenn es von außen verlockend aussieht.

Wenn Resonanz da ist und es deine Bedürfnisse erfüllt, dann JA. Leg los! Denn es ist kein blindes JA, sondern ein klares, bewusstes JA. Du nährst damit deine wichtigsten Bedürfnisse!

Das ist der Unterschied zwischen:

  • Einer Entscheidung, die sich richtig anfühlt.
  • Und einer Entscheidung, die du später bereust.

 


Was jetzt kommt

Wir sind mitten in unserer ersten YouTube-Reihe:

Videos 1-4: Innere Orientierung in bewegten Zeiten
Videos 5-8: Gefühle als Wegweiser verstehen
Videos 9-12: Bedürfnisse erkennen und ernst nehmen

Wenn du dabei sein möchtest, findest du alle Videos auf meinem YouTube-Kanal.

Und wenn du lieber liest: Mein Newsletter kommt jeden Sonntag. Mit Reflexionsfragen, Impulsen und den neuen Videos. Hier kannst du dich anmelden.


Zum Schluss

Danke, dass du bis hierher gelesen hast.

Danke, dass du zu den Menschen gehörst, die uns auf dieser Reise begleiten.

Ich freue mich darauf, dir zu zeigen, was wir aus unseren Tauchgängen mitbringen.

Herzlichst,
Irmgard

PS:

Hast auch du deine Jahresbedürfnisse für 2026 gewählt? Welche sind das?

Wenn du magst, kannst du sie gerne mit mir in den Kommentaren teilen! Ich bin sehr gespannt und freu mich, von dir zu lesen!